Wie wir uns mit ätherischen Ölen stärken und schützen können

Firmen, die sich seit Jahrzehnten mit der Wirkung ätherischer Öle beschäftigen, wie zum Beispiel Farfalla oder Primavera Life, teilen ihr Wissen mit uns und haben einfache DIY-Rezepte entwickelt, die uns helfen können, einerseits unser Immunsystem zu stärken, andererseits eine Handhygiene zu praktizieren, die uns auf natürliche Weise vor Viren schützt und gleichzeitig die Haut pflegt.

 

Die Schutzwirkung ätherischer Öle ist wissenschaftlich gut belegt. Ätherische Öle können die Blut-Hirn-Schranke passieren und sind nach kurzer Zeit im Blut nachweisbar.

In Bezug auf das neuartige Corona-Virus Covid-19 gibt es natürlich noch keine empirischen Daten. Prof. Dr. Jürgen Reichling, der am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie an der Universität Heidelberg forscht, gab aber auf Anfrage der Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege (ÖGwA) die Einschätzung ab, dass bisher alle behüllten Viren, zu denen auch Covid-19 gehört, erfolgreich in-vitro mit ätherischen Ölen bekämpft werden konnten. Allerdings nur so lange das Virus sich noch nicht in den Zellen befindet. Ätherische Öle können demnach besonders gut zur Vorbeugung in Seifen, Handdesinfektionsmitteln sowie zur Raumluftverbesserung und Inhalation eingesetzt werden. Gerade die Inhalation hält Prof. Dr. Reichling für erfolgverprechend.

 

Auswahl ätherischer Öle mit antiviraler Aktivität:

  • Eukalyptus (globulus/radiata)
  • Ingwer (Zingiber officinalis)
  • Melisse (Melissa officinalis)
  • Niauli (Malaleuca viridiflora)
  • Pfeffer schwarz (Piper nigrum)
  • Ravintsara (Cinnamomum camphora)
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia)
  • Thymian (Linalool/Thymol)
  • Zitrone (Citrus limon)
  • Zimt (Cinnamomum zeylanicum)
  • Neuseeländisches Manukaöl

Die ätherischen Öle können gemäß der Fachliteratur angewendet werden. Besondere Empfehlungen gelten insbesondere für Kinder sowie Schwangere. (Literaturtipp: Ingeborg Stadelmann: Bewährte Aromamischungen)

 

Seife oder Desinfektionsmittel?

Kaum noch zu bekommen sind derzeit Handdesinfektionsmittel. Virologen und Ärzte weisen darauf hin, dass nicht alle frei verkäuflichen Desinfektionsmittel gegen Viren wirksam sind. Genauso sind Flüssigseifen oftmals zwar antibakteriell, aber nicht unbedingt antiviruzid, strapazieren jedoch die Haut. Dies kann zu einer Schwächung der Hautbarriere führen, was wiederum Keimen ein leichteres Eindringen ermöglichen würde.

Hingegen scheint einfache Seife, welche die lipophile Hülle des Corona-Virus' aufbricht, ein einfaches und probates Mittel zu sein. Das heißt: Mehrmals am Tag Händewaschen mit Seife, mindestens 30 Sekunden lang. Dabei die Handgelenke mit einbeziehen und die Fingernägel nicht vergessen.

 

Ende der Woche zeige ich euch in meinem nächsten Blog-Artikel, wie ihr eine handpflegende Flüssigseife ganz leicht und mit wenigen Zutaten selbst herstellen könnt.

 

DIY-Desinfektionsmittel aus natürlichen Zutaten

 

 

Dieses Rezept stammt von der Firma CMD Naturkosmetik

 

Du brauchst:

 

Eine leere Sprühflasche (150 ml)

5 Tropfen Teebaumöl

50 ml Essig

100 ml Wasser

 

Alle Zutaten in die Sprühflasche geben und gut schütteln.

Geeignet sowohl für Flächen als auch für die Hände.

 

 

 

 

 

 

DIY-Handdesinfektionsmittel

 

In 27 ml Do it yourself Bio-Parfüm Naturparfümbasis (70% Bio-Alkohol und Hamameliswasser) je 9 Tropfen Zitrone und 9 Tropfen Ravintsara einträufeln, auffüllen mit Melisse Bio-Pflanzenwasser (circa 3 ml, optional), gut schütteln und unterwegs anwenden.

Die Rezeptur darf gern mit weiteren antiviralen ätherischen Ölen wie Manuka, Hoholz, Thymian (linalool für Kinder, thymol für Erwachsene). Gesamttropfenanzahl bitte nicht überschreiten.

Übrigens: Zitrone wirkt nicht nur selbst antiviral, sondern verstärkt auch noch zusätzliche die antivirale Wirkung der anderen Öle!

 

 

 

 

Mini-Dampfbad zur Stärkung der Abwehrkräfte

 

Atemwege stimulieren

 

Vor der morgendlichen Dusche 2 Tropfen ätherisches Öl Ravintsara vermischt mit einigen Tropfen Pflanzenöl auf den Oberkörper einreiben. Durch das warme Wasser und die ätherischen Öle auf der Haut verwandelt sich die Duschkabine in ein wohltuendes Minidampfbad.

 

Dieser Tipp stammt aus dem Buch Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis. Hrsg. Steflitsch, Buchbauer, Wolz, S.279 von Prof. dr. Stetflisch, Lungenfachazrt, Präsident der "Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege"

 

 

Inhalation zur Vorbeugung

 

Rezept zur Inhalation nach ÖGwA

 

2 Tropfen Cajeput oder Ravintsara

1 Tropfen Thymian CT Thymol (Kinder: CT Linalool)

 

Die ätherischen Öle auf einen Teelöffel Meersalz geben, in einer Schüssel mit heißem Wasser auflösen und mit einem großen Handtuch über dem Kopf 5 bis 15 Minuten, 1 bis 3 mal täglich inhalieren; nicht für Kinder unter 12 Jahre

 

 

Unter "Aktuelles" findet ihr Zutaten und Produkte zu den Do it Yourself-Anleitungen sowie andere hilfreiche und schöne Sachen, mit denen wir Körper und Seele in diesen turbulenten Zeiten unterstützen können.

 

Alles Liebe und Gute für euch und viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Herzlich,

eure Ann-Kristin

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